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Kommunikationsprobleme – Wir reden so oft aneinander vorbei



Kommunikationsprobleme – Wir reden so oft aneinander vorbei. Warum ist das bei uns so? Es ist einfach zu erklären:

Wenn Sie miteinander streiten, sind Sie oder ihr Partner*in plötzlich gar nicht mehr anwesend. Sie sind weg!

Stattdessen sitzt Ihnen Ihr Vater oder Mutter gegenüber
Was ging vorraus?
Ihr Partner*in muss im Gespräch nur eine ungewollte Andeutung gemacht haben, die Sie in die Nähe von früheren „Elternsprüchen“ oder Elternbelehrungen führt, und schon ist eine Lawine losgetreten.

Zum Beispiel: „Oh Schatz, lass mich mal das machen, ich kann das schneller.“ Oder.“ Lieber Schatz, ich bin besser darin.“
Und schon steigt die kindliche Wut und frühere Einengung in Ihnen auf. Sie bekommen Angst, dass nun auch Ihr Partner*in damit anfängt, Sie so zu sehen und zu behandeln, wie es Ihre Eltern taten. Wo Sie doch dachten: „Eine neue Partnerschaft bringt die Freiheit mit sich.“

Ihr Partner*in hat es vielleicht sogar lieb gemeint und sich gar nichts Böses dabei gedacht. Muss nun aber Ihre Gegenwehr und Ihren Trotz und Ihre Wut erfahren. Sie selbst fallen womöglich in eine Depression oder große Traurigkeit.
So kann Ihre Gegenwehr plötzlich aussehen: „Was soll das? Ich kann das selbst! Du traust mir nichts zu! Machst mich immer klein!“ Bis hin zu: „Du liebst mich nicht!“ Ihr Partner*in fällt aus allen Wolken. „Du, das habe ich doch nie gesagt! Du dichtest mir das an. Du dichtest mir so oft was an, was ich gar nicht gesagt habe!“

Fazit: kommt ein Partner*in seinem Reden nur in die Nähe einer kritischen (Eltern-) Anmerkung, so werden wir oft von früheren Kindheitserinnerungen eingeholt. Und Sie hängen dann unbewußt noch drei vier Sätze Ihrer Elternsprüche hinten dran. So ist plötzlich im Streiten Ihr Partner*in gar nicht mehr anwesend, sondern nur noch Ihr Vater oder Mutter.

Ich gebe Ihnen einige Bespiele, wie Sie Äußerungen Ihres Partners*in zur Weißglut führen können.
· „Komm Schatz, lass ich mal, ich mach das fertig.“
  Kann in Ihnen auslösen: Er glaubt, wie meine Eltern, ich mache alles nur halb im Leben und nie fertig. Oder ich sei bei   allem zu langsam – oh, wie hat mich das genervt!!!

Es gibt unzählige Beispiele:

· Ihr Mann (oder Ihre Frau) erzählt: „Du, ich hatte in der Arbeit ein nettes Gespräch mit der neuen Angestellten.“
Das kann in Ihnen die Angst und den Streit auslösen: „Ich kann Dir nicht vertrauen! Du flirtest! Du wirst vielleicht mal fremdgehen!“ Wie kommen Sie zu diesen Ängsten? Sie haben in Ihrer Kindheit vielleicht erfahren, dass Ihr Vater (oder Mutter) oft flirtete und fremdging. Und so werden Sie gegenüber Ihrem Partner*in völlig ungerecht und unrealistisch. · „Schatz, ich tu noch etwas Salz und Pfeffer ins Essen rein.“
Kann in Ihnen auslösen: „Ich mache es Ihm nie recht! Ich bin Ihm nie genug! Ich bin nicht genug fürs Leben! Meine Fähigkeiten reichen nicht aus!“ Erinnerungen ans Elternhaus, Wut und Frust führen Sie dann in einen handfesten Streit.

Achten Sie in Zukunft auf diese Reflexe, dann werden Sie gegenüber Ihrem Partner*in nicht mehr ungerecht. Bedenken Sie, „ES IST IHR SCHUH“; Ihr auftretender Frust und hat mit dem Partner*in gar nichts zu tun. Bearbeiten Sie diese Elternsprüche für sich selbst, oder sprechen Sie über diese in Ruhe mit Ihrem Partner*in.

Übrigens: Das mit dem Salz und Pfeffer kann man auch anders lösen. Indem Sie antworten: „Ja gerne Schatz, kannst gerne nachsalzen. Du bist einfach ein Typ, der es etwas schärfer mag. Ist o.k.“

Thomas Schlegel, Lauinger Straße 16, 89407 Dillingen an der Donau