Das Paralleluniversum der Partnerschaft: Wenn nach Hausbau und Kindern plötzlich die Krise kommt

Ein schönes Paar, ein tolles Paar!
Ein Mann und eine Frau. Sie beeindrucken in ihrem Auftreten und verströmen Stärke und Liebenswürdigkeit.

Sie sind ganz in der Mitte ihres Lebens. Haben viel gearbeitet, und Ziele erreicht, die sie glücklich machen. So haben sie es sich von Anfang an vorgenommen.
Sie sind ein Vorbild für andere und teilen quirlige Lebendigkeit aus. Gerne ist man mit ihnen zusammen. Sie inspirieren zum Leben.

Jetzt erst mal ein Hallo, hier bin ich wieder,
Thomas Schlegel,
Ihr Coach und Lebensberater fürs Extreme

Die Lebensstufen: Von der großen Freiheit zum D-Zug des Alltags

Malerische digitale Illustration eines jungen Paares, das eng beieinander steht und auf den leuchtend goldenen Bauplan eines Hauses blickt, umgeben von einer energiegeladenen Atmosphäre.

Sie haben schon viele Lebensstufen durchwandert: Da war die Kindheit. Diese erlebt man lernend, das Leben aufnehmend und ist selbst eher passiv.

Danach das junge Singlesein. Da wohnt die große Freiheit! Man sprüht vor Aktivität und gestaltet wirksam sein Leben.

Nun ist das Paar in die Ehe und die Familienzeit eingetreten. Mit einem Schwung der Jugendlichkeit, wie ein D-Zug, der ein Haus erbauen ließ, Kinder kriegen und sich beruflich erfolgreich durchsetzte.
Uns allen geht es so. Wir kennen es nicht anders. Wir sollen es nicht anders. Die Regeln für Hausbau, Kinder und Beruf sind klar. Sie wurden uns vorgelebt und erklärt.

Der Sand im Getriebe: Die unsichtbaren Regeln der Beziehung

Viel leiser und gar unbekannt sind aber die Regeln, die mit dem Eintritt in eine Partnerschaft starten. Es sind Mechanismen, die nun beginnen abzulaufen.

Wenn Hausbau, Kinder und Beruf erledigt sind, werden sie erst sichtbar. Sie sind nicht mehr überlagert von all den großen alltäglichen To-DO`s. Sie dürfen ans Licht.
Sie zeigen sich als Sand im Getriebe. Ja, das sind die Beziehungsregeln: Sand im Getriebe.

Plötzlich tauchen Sätze und Gedanken auf, die man vorher nicht kannte:

„Wir haben zu wenig Zeit füreinander.“
„Wir reden aneinander vorbei.“
„Wir streiten heftig und ergebnislos.“
„Wir funktionieren nur.“
„Zärtlichkeit und Intimität ist zu wenig.“
„Unser Zuhause ist nur eine Wohngemeinschaft geworden.“
„So habe ich mir das nicht vorgestellt.“
„Wir drohen zu scheitern.“
„Wie kannst du damit zufrieden sein?“
„Ich fühl mich überfordert.“
„Warum tust du dies oder das nicht mehr, warum kannst du das nicht mehr?“
„Warum ändern wir nichts?“

Das Paralleluniversum: Wenn die To-Do-Liste abgehakt ist

Hausbau, Ehe, Kinder, Beruf – das ist die eine Welt, der wir uns zuerst voll und ganz verschreiben.
Dass aber ein Paralleluniversum besteht, das wird uns erst jetzt klar. Was soll das alles, wenn der Partner, die Partnerin nicht mehr der und dieselbe ist wie vor dem Zusammenziehen in eine Wohnung oder Haus?

Da klappt Zärtlichkeit nicht mehr, Reden und Streiten wird sinnlos, plötzlich klaffen so viele Ansichten auseinander. Frust und Leid wird immer größer, Trennungsgedanken erschrecken einen.

Was bleibt am Ende wirklich?

Was sollten die ganzen großen Mühen und Ziele, wenn wir nun auseinander gehen? Was hab ich davon, wenn das Haus leer ist?

Die entscheidende Frage, die wir uns stellen müssen, lautet:
Was ist auch noch sehr, sehr wichtig im Leben, neben Haus, Kids und Erfolg?